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adminPosted on :
Mai 03, 2010
Was heißt das eigentlich?
Wer häufig Fahrrad fährt oder andere Sportarten an der frischen Luft ausübt, weiß die Vorteile von moderner Funktionsbekleidung zu schätzen. Bei schlechtem Wetter ganz besonders die von atmungs-aktiver wasserdichter Regenbekleidung.
Was aber ist Wasserdicht?
Und wie wird die Wasserdichte der Regenbekleidung ermittelt?
Das der von AGU verwendete Stoff Poray 5000 mm oder 10000 mm Wassersäule aushält, wurde schon an anderer Stelle hier im Blog oder im Shop erwähnt.
Die Wasserdichte der Kleidung wird also als Wassersäule in Milimetern angegeben. Ermittelt wird dieser Wert im Labor nach DIN EN 20811 (Quelle Wikipedia). Bei diesem Laborversuch wird ein Stück des zu testenden Stoffes unter einen Zylinder gespannt. Dieser Zylinder wird nun nach und nach mit Wasser befüllt. Hierbei wird beobachtet bei welcher Höhe der Wassersäule Wassertropfen den Stoff durchdringen. Die gemessene Höhe der Wassersäule gibt dann die Dichtigkeit des Stoffes an.
Als Wasserdicht gilt nach europäischer Norm EN 343 eine Wassersäule von 1300 mm. Die Schweizer Eidgenössische Materialprüfanstallt (EMPA) geht allerdings davon aus, daß eine wasserdichte erst ab einer Wassersäule von 4000 mm gegeben ist (Wikipedia). Grund für diese Annahme ist, das beim Sitzen auf nassem Untergrund ein Wasserdruck von 2000 mm aufgebaut wird, bei Knien in der Hocke sogar 4800 mm. Der Regen von oben wird also nicht als das eigentliche Problem angenommen.
Wichtig, was die Wasserdichte der Kleidung betrifft ist noch, das die Nähte nicht nur vernäht sondern verklebt sind, denn sonst dringt Wasser durch die Nähte ein.
Man kann also davon ausgehen, daß man mit der AGU Regenbekleidung aus Poray 5000 bzw. Poray 10000 auf der sicheren Seite ist und bei Regen tatsächlich trocken bleibt. Und das auch für lange Zeit. AGU Regenbekleidung ist in der Waschmaschine waschbar und bleibt wasserdicht.
Weiter zur Wasserdichten Regenbekleidung...



Prof. Kristina Baldin-Erbe
On: 3. Januar 2011 ·
Es ist falsch, dass das Wasser bei der Ermittlung des Wasserdurchgangswiderstandes in einen Zylinder gegeben wird und die Höhe abgelesen wird. Bei einer Wassersäule von 5000 mm entspräche das einer Höhe des Zylinders von 5 Metern. Der Druck wird mittels einer Pumpe aufgebaut und entspricht einer Wassersäule von 5000 mm.
admin
On: 3. Januar 2011 ·
Na ja, so hab ich es aber nachgelesen bei Wikipedia, und was spricht dagegen den Zylinder 5m hoch zu machen?
Es geht doch um eine Definition. Und es können sich viele Menschen vieleicht besser vorstellen das eine Wassersäule 5m hoch ist als das ein Druck von 5 Bar mittels Pumpe erzeugt wird.
Jürgen
On: 13. Mai 2011 ·
Zusätzlich zu der wasserdichten Beschichtung der Membran, die sich auf der Innsenseite des Außenmaterials befindet, ist eine Jacke auch von außen imprägniert. Diese Imprignierung nutzt sich beim Gebrauch (tragen, waschen) ab. Somit muss eine wasserdichte Jacke von Zeit zu Zeit nachimprigniert werden.
MAN SOLLTE JEDOCH NUR IMPRIGNIERUNG VERWENDEN, DIE NACH DEM WASCHEN VON AUßEN AUF DIE FEUCHTE JACKE AUFGESPRÜHT WIRD, ALSO NICHT EINWASCHEN.
Funktionskleidung "muss" gewaschen werden, es sollte aber niemals Weichspüler verwendet werden. Das darin enthaltene Silikon macht u.a. die Innenseite des Produktes wasserabweisend und kann somit die Poren von Membranen und Beschichtungen verstopfen. Das Produkt verliert dadurch seine Atmungsaktivität. Das Silikon bleibt zusätzlich dauerhaft auf der Außenseite der Jacke und die Imprignierung hält nicht mehr.
René Socher
On: 19. April 2012 ·
Noch eine Korrektur zur Wassersäule.
Die Einheit "mm Wassersäule" ist keine gesetzliche Einheit mehr, da der tatsächlich Druck einer Wassersäule je nach Wassertemperatur (Dichte) variiert.
Folgendes ist also nur angenommen:
1000 mm ( 1 m) Wassersäule = 100 mbar = 0,1 bar
5000 mm ( 5 m) Wassersäule = 500 mbar = 0,5 bar
10000 mm (10 m) Wassersäule = 1000 mbar = 1,0 bar